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Immunreaktion gegen ungefährliche Coronaviren auch gegen SARS-CoV-2 hilfreich

Dass das der aktuellen Pandemie zugrunde liegende Coronavirus nicht das erste seiner Art ist, ist mittlerweile allgemein bekannt. Dass die bei einer Infektion mit einem der Vorgänger von SARS-CoV-2 gebildeten Antikörper auch vor Infektion mit der aktuellen Variante sowie vor schweren Krankheitsverläufen schützt ist relativ neu. Zwar haben schon im Oktober 2020 amerikanische Forscher berichtet, dass eine vergangene Infektion mit einer der vier bekannten harmlosen Arten des Coronavirus einen Effekt gegen schwere Krankheitsverläufe bei COVID-19 zeigt. Einen Schutz vor der Ansteckung mit dem Virus sich konnten sie aber nicht bestätigen.

Doch nun haben Wissenschaftler der Universität Zürich mithilfe eines selbst entwickelten Testverfahrens bei 825 Personen die Menge an Antikörpern gegen die harmlosen Corona-Viren vor Auftreten von SARS-CoV-2 bestimmt und diese ins Verhältnis gesetzt mit der Menge an Antikörpern aus 389 Proben von Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion überstanden haben. Dabei zeigte sich, dass bei letzterer Gruppe deutlich weniger Antikörper gegen ältere Varianten, die lediglich harmlose Erkältungen auslösen, vorhanden waren. Dies lässt sich im Umkehrschluss so interpretieren, dass die Personen mit hoher Antikörper-Zahl gegen Erkältungs-Coronaviren sich seltener mit SARS-CoC-2 anstecken. Darüber hinaus konnten die schweizerischen Forscher auch nachweisen, dass eine hohe Immunitäöt gegen die harmlosen Coronaarten mit einem besseren Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe einher geht. Die Wissenschaftler vermuten, dass bei der sogenannten Kreuzreaktion sowohl Antikörper als auch die ebenfalls für die körpereigene Immunantwort zuständigen T-Zellen involviert sind. In einer Medienmitteilung bezeichnet die Universität Zürich die Erkenntnisse der Wissenschaftler als „wichtiges Puzzleteil für eine umfassende Coronaviren-Immunität.“